Wie schnell wird man im Freifall

Fallschirmsprung Freifallgeschwindigkeit

Wie schnell wird man eigentlich im freien Fall? Die Frage nach der Geschwindigkeit gehört zu den häufigsten vor dem ersten Sprung. Wir klären auf, warum es keinen Magen-Drop gibt, wieso das Körpergewicht eine entscheidende Rolle spielt und warum Tandems ohne Bremsfallschirm lebensgefährliche 350 km/h erreichen würden.

Der Exit: Warum das Fallschirmspringen kein "Fallen" ist

Viele Erstspringer erwarten das flaue Gefühl im Magen, das man aus der Achterbahn kennt, wenn es steil bergab geht. Die Realität beim Fallschirmspringen sieht völlig anders aus. In Grefrath setzen wir unsere Gäste aus einer Cessna 206 Soloy ab. Wenn du an der Kante sitzt und das Rolltor hochgeht, fällst du nicht senkrecht ins Nichts.

Das Flugzeug fliegt im Moment des Absprungs mit einer Vorwärtsfahrt von etwa 150 km/h. Der Ablauf beim Tandemsprung sorgt dafür, dass du aus dieser horizontalen Flugbahn wie auf einer gewaltigen Luftrutsche in die Vertikale gleitest. Da auf 4.000 Metern Höhe jegliche Referenzpunkte zur Erde fehlen, registriert dein Gehirn überhaupt nicht, dass du fällst. Der Freifall fühlt sich stattdessen an, als würdest du extrem stabil auf einem massiven Luftkissen liegen.

Der Droque: Dein Anker bei 200 km/h

Ein Tandemgespann aus Lehrer und Gast verdrängt eine ähnliche Luftmenge wie ein einzelner Skydiver, bringt aber fast das doppelte Gewicht auf die Waage. Nach den physikalischen Fallgesetzen würde dieses hohe Gewicht in Kombination mit der geringen Angriffsfläche dazu führen, dass wir im Freifall auf bis zu 350 km/h beschleunigen.

Solche extremen Geschwindigkeiten wären nicht nur unfassbar laut und unkomfortabel, sie würden auch das Material bei der Schirmöffnung überlasten. Aus Gründen der Sicherheit beim Tandemsprung werfen wir deshalb wenige Sekunden nach dem Exit den sogenannten Droque. Dieser kleine Hilfsfallschirm wirkt wie ein Bremsanker, der das System stabilisiert und uns auf einer komfortablen Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 200 km/h hält.

  • Die Beschleunigungsphase: Dauert ca. 10 Sekunden bis zur Endgeschwindigkeit (Terminal Velocity).
  • Tandem-Speed: Durchschnittlich 200 km/h (stabilisiert durch den Droque).
  • Ohne Droque: Ein Tandem würde ungebremst über 300 bis 350 km/h schnell werden.

190 bis 240 km/h: Wie dein Gewicht das Tempo bestimmt

Die 200 km/h sind allerdings nur ein Richtwert. In der Praxis variiert die Fallrate bei jedem Fallschirmsprung. Als Profis spüren wir sofort, wen wir vor uns angeschnallt haben: Je schwerer der Gast, desto schneller das Tandem.

Bei sehr leichten Personen (um die 50 kg) pendelt sich das System bei etwa 190 km/h ein. Bei schwereren Gästen (bis ca. 95 kg) spüren wir den Druck deutlich massiver auf unseren Händen und Armen – hier klettert die Tachonadel auf bis zu 240 km/h. Egal, ob du dein Erlebnis als Fallschirmspringen Ruhrgebiet, Fallschirmspringen Düsseldorf oder Fallschirmspringen Köln planst: Das Setup in der Luft bleibt immer das gleiche, nur die Intensität des Windes passt sich an.

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Der Profi-Tipp: Atmung bei Höchstgeschwindigkeit

Wer mit über 200 km/h Richtung Erde gleitet, wird mit einem massiven Winddruck konfrontiert. Ein Fehler, den viele Anfänger machen: Sie reißen vor Begeisterung (oder Aufregung) den Mund auf. Das Resultat ist, dass der Wind ungehindert in den Rachen strömt, was bei manchen das subjektive Gefühl von Atemnot auslöst.

Die Lösung für jeden Tandemsprung ist denkbar einfach: Halte den Mund geschlossen und atme ruhig durch die Nase weiter. Richte den Blick nach vorne zum Horizont und nimm den Kopf leicht in den Nacken. So liegst du perfekt in der sogenannten "Bananenposition" (leichtes Hohlkreuz) auf der Luft, hast die beste Aerodynamik und kannst jeden Moment genießen. Einen tieferen Einblick in die Techniken bietet die Seite des Deutschen Fallschirmsportverbandes (DFV).

Solo-Skydiver: Wenn 200 km/h nicht mehr reichen

Während wir im Tandem künstlich gebremst werden, reizen Solo-Skydiver die Physik bis zum Limit aus. Ein erfahrener Springer im Bereich "Bauchfly" liegt, genau wie wir, bei etwa 200 km/h. Doch im sogenannten Freefly ändert sich alles: Fliegt ein Skydiver um alle Achsen – beispielsweise kopfüber ("Headdown") oder im Sitzen ("Sitfly") – minimiert er seine Angriffsfläche drastisch.

Dadurch reduziert sich der Luftwiderstand so stark, dass Solo-Profis problemlos Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen können. Dieser Mix aus Präzision und extremem Tempo macht das Fallschirmspringen in NRW für Profis aus ganz Europa zu einem echten Anziehungspunkt.

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Mark Polus
Verfasst von: Mark P.

Tandemmaster, AFF-Lehrer und Indoor Skydiving Instructor. Mit über 4.000 Sprüngen weiß er genau, wie sich Geschwindigkeit auf 4.000 Metern anfühlt und worauf es beim perfekten Sprung ankommt.

FAQ ZUR FREIFALLGESCHWINDIGKEIT

Bei einem Tandemsprung erreichst du im freien Fall eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 200 km/h. Das exakte Tempo variiert je nach Körpergewicht des Gastes und liegt meist zwischen 190 km/h (bei sehr leichten Gästen) und 240 km/h. Ein kleiner Bremsfallschirm, der sogenannte Droque, sorgt dafür, dass das schwere Tandemgespann nicht unkontrolliert auf bis zu 350 km/h beschleunigt. Solo-Profis im „Freefly“ (z.B. bei Kopfüber-Sprüngen) können durch eine aerodynamische Haltung jedoch durchaus Geschwindigkeiten von über 300 km/h erreichen.

Nein, Atemnot im freien Fall ist ein Mythos, der meist durch eine falsche Haltung entsteht. Wenn man vor Aufregung den Mund weit aufreißt, drückt der Fahrtwind mit 200 km/h direkt in den Rachen, was das Atmen subjektiv erschwert. Der einfache Tipp für jeden Sprung: Halte den Mund geschlossen, atme ganz entspannt durch die Nase und richte den Blick zum Horizont. So bekommst du problemlos Luft und liegst gleichzeitig aerodynamisch perfekt im Wind.

Ja, absolut. Da die Freifallgeschwindigkeit vom Gewicht abhängt, verändert sich auch die Dauer des Freifalls aus 4.000 Metern Höhe. Schwere Gäste erreichen im Tandem höhere Geschwindigkeiten (bis zu 240 km/h) und legen die Strecke bis zur Schirmöffnung auf 1.500 Metern entsprechend schneller zurück. Das bedeutet: Wer schwerer ist, fällt etwas kürzer – wer leichter ist (ca. 190 km/h), genießt ein paar Sekunden mehr Freifallzeit. Noch deutlicher wird dieses Prinzip bei Solo-Skydivern: Ein klassischer Bauchflieger fällt mit rund 200 km/h und hat etwa 60 Sekunden freien Fall. Ein Freeflyer hingegen, der extrem aerodynamisch (z.B. mit dem Kopf voran) über 300 km/h erreicht, schießt viel schneller durch die Lufttiefe und muss seinen Schirm bereits nach gut 45 Sekunden ziehen.

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